Backlink Audit crawlt Domains auf der Suche nach gefährlichen Backlinks, die der SEO einer Seite schaden könnten. Eine Möglichkeit zum Analysieren des potenziellen toxischen Niveaus eines Backlinks ist das Betrachten des Ankertexts. Dieser Leitfaden hilft Ihnen, die Unterschiede zwischen den von uns identifizierten Arten von Ankern zu verstehen – und warum einige von ihnen eine Gefahr für Ihr Backlink-Profil und Ihre SEO darstellen können.
Was kann Ankertexte gefährlich machen?
Ein Ankertext ist das Wort oder die Wortgruppe (normalerweise unterstrichener Text), die in einem Hyperlink im Internet angezeigt wird. Vor langer Zeit belohnte Google Websites, wenn die Ankertexte in ihren Backlinks mit den Keywords übereinstimmten, für die sie zu ranken versuchten.
Es dauerte nicht lange, bis „Ankertext-Stuffing“ oder das Überladen von Backlinks mit Ankertexten für die jeweiligen Ziel-Keywords zu einer gängigen manipulativen SEO-Taktik wurde. Heute sieht Google Ankertext-Stuffing als Zeichen von Manipulation.
In den meisten Fällen kann Google diese Art von Spam-Links ignorieren. In extremen Fällen könnte jedoch eine hohe Anzahl dieser manipulativen Links dazu führen, dass Ihre Website eine manuelle Maßnahme – eine Abstrafung durch Google – erhält. Damit Sie auf Nummer sicher gehen können, bietet Semrush eine Möglichkeit, um potenziell gefährliche Ankertexte in Ihrem Linkprofil zu identifizieren.
Was sind „potenziell gefährliche Ankertexte?"
Es gibt zwei Kategorien von Ankern, die Semrush als potenziell gefährlich einstuft:
1. „Money“-Anker und
2. Zusammengesetzte Anker.
Semrush klassifiziert Anker in insgesamt sieben Kategorien. Sie können sie im Dropdown-Menü in der Benutzeroberfläche Ihrer Kampagne sehen.

Money-Anker (potenziell gefährlich)
Diese Links verwenden Ankertexte, die genau mit einem Keyword übereinstimmen, für das die Website in der organischen Suche ranken soll. Zum Beispiel würde ein Link zu bestbuy.com mit MacBook Pro als Ankertext als Money-Anker angesehen werden, da bestbuy.com organisch für dieses Keyword rankt.

Money-Anker sind potenziell gefährlich, weil sie eine gängige Manipulations-Strategie in der SEO darstellen.
Schauen Sie sich gerne diesen Artikel in unserem Blog an, um zu erfahren, wie Sie mit Backlinks umgehen können, die einen Money-Anker haben.
Zusammengesetzte Anker (potenziell gefährlich)
Diese Links verwenden Ankertexte, die den Markennamen und ein weiteres Wort oder eine weitere Wortgruppe enthalten. Ein Link zu bestbuy.com mit dem Ankertext „Check out Best Buy Deals here!“ (Schauen Sie sich die Best Buy-Angebote hier an!) ist zum Beispiel ein zusammengesetzter Anker.

Oft ist das andere Wort in einem zusammengesetzten Anker ein „Money“-Begriff, was diesen Anker ebenfalls potenziell gefährlich macht.
Marken-Anker
Dies sind Links, die Ihren Markennamen im Ankertext enthalten. Wenn Sie Backlink Audit konfigurieren, besteht einer der Schritte darin, die Varianten Ihres Markennamens einzugeben. Anhand dieser Informationen stellen wir fest, wie viele Ihrer Backlinks Marken-Anker verwenden. Ein Link zu bestbuy.com mit dem Ankertext „Best Buy“ ist ein Marken-Anker.

Falls Sie jemals Marken-Anker sehen, die als „sonstige“ gekennzeichnet sind, liegt das wahrscheinlich daran, dass Sie Ihren Markennamen nicht in den Einstellungen Ihrer Kampagne angegeben haben. Sie können die verschiedenen Schreibweisen Ihrer Marke unter dem Zahnradsymbol für Einstellungen → Markenname konfigurieren.

Nach Klick auf diesen Menüpunkt können Sie bis zu 10 Varianten Ihres Markennamens hinzuzufügen, um Marken-Anker zu tracken.

Organische Anker
Diese Ankertexte repräsentieren Links in natürlicher Ausdrucksweise. Links, die Wörter wie „klicken“, „hier“, „besuchen“ und „Website“ verwenden, gelten jeweils als organische Ankertexte.

Nackte Anker
Nackte Ankertexte sind Links, die die komplette URL als Ankertext verwenden. Eine komplette URL enthält ein Protokoll (HTTPS, FTP usw.) und einen Domainnamen (bestbuy.com). Wenn Sie einen Link sehen, der ein Protokoll wie „https://…“ oder „www…“ verwendet, handelt es sich wahrscheinlich um einen nackten Anker.
Zum Beispiel ist http://bestbuy.com, das auf bestbuy.com verweist, ein nackter Anker, da es sich um eine vollständige URL (Protokoll + Domainadresse) für die Startseite der Website handelt.
Ein Link, der einfach nur „bestbuy.com“ enthält, würde jedoch nicht als nackter Anker angesehen werden, da das Protokoll fehlt.

Leere Anker
Leere Anker bedeuten einfach, dass der Link keinen Ankertext hat. Häufig handelt es sich dabei um Bildlinks ohne begleitenden Ankertext.

Sonstige Anker
Links in dieser Kategorie haben Ankertexte, die keinen Bezug zum Markennamen der Website oder einem Keyword haben, für das die Seite ranken soll. Die Anker sind normalerweise zufällig und passen nicht in eine der anderen Kategorien, die wir verwenden. Ein Link zu bestbuy.com mit einem zufälligen Wort wie „Shops“ als Ankertext würde als „sonstige“ klassifiziert.

Behalten Sie im Hinterkopf: Ein verdächtiger Backlink an sich ist wahrscheinlich keine Gefahr für Ihre SEO. Das Problem mit diesen Arten von Ankertexten und Links tritt nur auf, wenn eine Website eine signifikant hohe Anzahl von Links mit Money-Ankern (oder anderen toxischen Signalen) in ihrem Backlink-Profil hat. Beim Disavowen von Links sollten Sie gründlich prüfen und sich ganz sicher sein, dass diese keinen wertvollen Verweis-Traffic auf Ihre Website bringen.